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70-Prozent Regelung Photovoltaik Schweiz: So vermeiden Sie unnötige Ertragsverluste

  • vor 1 Tag
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 14 Stunden

Die Rücklieferbegrenzung klingt einschneidender, als sie in der Praxis ist

Wer aktuell eine Photovoltaikanlage plant, begegnet früher oder später der sogenannten 70-Prozent Regelung. Dabei entsteht schnell die Frage: Wird meine Solaranlage künftig deutlich weniger Strom produzieren? Lohnt sich Photovoltaik überhaupt noch?


Die gute Nachricht: Die Auswirkungen sind in der Praxis meist deutlich kleiner, als viele vermuten. Entscheidend ist jedoch, wie die Regelung technisch umgesetzt wird.


eConnect setzt deshalb auf eine intelligente Lösung mit Smart Metering und aktiver Steuerung der effektiven Rücklieferung. Dadurch wird nicht einfach die gesamte Wechselrichterleistung pauschal begrenzt, sondern gemessen, wie viel Strom tatsächlich ins öffentliche Netz zurückfliesst.


Das Ziel ist einfach: So viel Solarstrom wie möglich selber nutzen und nur dann begrenzen, wenn es wirklich notwendig ist.


Was bedeutet die 70-Prozent Regelung?

Die 70-Prozent Regelung bedeutet vereinfacht gesagt, dass eine Photovoltaikanlage maximal 70 Prozent ihrer installierten Modulleistung ins öffentliche Stromnetz zurückliefern darf.



Ein Beispiel

Bei einer PV-Anlage mit 10 kWp dürfen maximal 7 kW ins Netz eingespeist werden.

Wichtig ist dabei: Die Regelung betrifft nicht die gesamte Produktion der Anlage, sondern die Rücklieferung ins öffentliche Netz. Wenn die Anlage beispielsweise 9 kW produziert und das Gebäude gleichzeitig 2 kW verbraucht, werden nur 7 kW ins Netz zurückgeliefert. Die Grenze wird eingehalten, ohne dass die Anlage reduziert werden muss. Genau deshalb ist eine intelligente Messung am Netzanschlusspunkt so wichtig.


Bedeutet die 70-Prozent Regelung 30 Prozent weniger Ertrag?

Nein. Das ist eines der häufigsten Missverständnisse. Eine PV-Anlage produziert nur während weniger Stunden im Jahr nahe an ihrer maximalen Leistung. Morgens, abends, im Winter, bei Bewölkung, bei hohen Temperaturen oder bei nicht optimaler Ausrichtung liegt die Leistung deutlich darunter.


Die 70-Prozent Regelung betrifft daher vor allem kurze Leistungsspitzen an sehr sonnigen Tagen. Über das ganze Jahr betrachtet sind die Ertragsverluste in der Regel gering. Noch kleiner werden die Auswirkungen, wenn der Solarstrom im Gebäude direkt genutzt, in einem Batteriespeicher zwischengespeichert oder für Verbraucher wie Wärmepumpe, Boiler oder Elektroauto eingesetzt wird.


Warum wurde die Regelung eingeführt?

Der Ausbau der Photovoltaik nimmt in der Schweiz stark zu. Das ist wichtig und richtig. Gleichzeitig entstehen dadurch neue Herausforderungen für die Stromnetze. An sonnigen Tagen produzieren viele PV-Anlagen gleichzeitig sehr viel Strom. Besonders über Mittag entstehen dadurch hohe Rücklieferleistungen ins Netz. Die 70-Prozent Regelung soll diese Spitzen reduzieren und dazu beitragen, dass das bestehende Stromnetz mehr Solaranlagen aufnehmen kann. Die Regelung soll Photovoltaik also nicht unattraktiver machen. Sie soll helfen, den weiteren Ausbau effizient und netzdienlich zu ermöglichen.


Pauschale Begrenzung oder intelligente Steuerung?

Bei der technischen Umsetzung gibt es einen wichtigen Unterschied.

Eine einfache Lösung besteht darin, den Wechselrichter fix auf 70 Prozent der Anlagenleistung zu begrenzen. Bei einer 10 kWp Anlage würde der Wechselrichter also maximal 7 kW leisten.


Diese Lösung ist technisch einfach, berücksichtigt aber nicht, ob im Gebäude gleichzeitig Strom verbraucht wird. Dadurch kann es vorkommen, dass die Anlage begrenzt wird, obwohl der zusätzliche Strom direkt im Gebäude genutzt werden könnte. eConnect setzt deshalb auf eine intelligentere Lösung.


Mit einem Smart Meter beziehungsweise einem geeigneten Energiezähler wird gemessen, wie viel Strom tatsächlich am Netzanschlusspunkt ins öffentliche Netz zurückfliesst. Erst wenn diese Rücklieferung die erlaubte Grenze überschreitet, wird die Anlage gezielt geregelt.


Ein einfaches Beispiel

Eine PV-Anlage hat 10 kWp Leistung. Die erlaubte Rücklieferung beträgt 7 kW. Die Anlage produziert an einem sonnigen Mittag 9 kW. Gleichzeitig verbraucht das Gebäude 2 kW. Bei einer pauschalen Begrenzung auf 70 Prozent könnte die Anlage nur 7 kW produzieren. Der mögliche Eigenverbrauch würde nicht vollständig berücksichtigt.


Bei der intelligenten eConnect Lösung sieht es anders aus:

  • PV-Produktion: 9 kW

  • Verbrauch im Gebäude: 2 kW

  • Rücklieferung ins Netz: 7 kW

Die gesetzliche Vorgabe wird eingehalten. Gleichzeitig kann die Anlage ihre volle aktuelle Leistung nutzen, weil der zusätzliche Strom direkt im Gebäude verbraucht wird. Das ist der entscheidende Vorteil einer Steuerung auf Basis der effektiven Rücklieferung.


Warum das für die Wirtschaftlichkeit wichtig ist

Eine Photovoltaikanlage ist eine langfristige Investition. Je mehr Solarstrom direkt selber genutzt werden kann, desto besser ist in der Regel die Wirtschaftlichkeit.


Selbst verbrauchter Solarstrom reduziert den Bezug aus dem Netz. Eingespeister Strom wird zwar vergütet, ist aber wirtschaftlich oft weniger attraktiv als der direkte Eigenverbrauch. Deshalb wird es immer wichtiger, PV-Anlagen nicht nur auf die maximale Produktion auszulegen, sondern als gesamtes Energiesystem zu planen. Besonders sinnvoll ist eine intelligente Rückliefersteuerung bei Einfamilienhäusern mit Wärmepumpe, Gebäuden mit Batteriespeicher, Haushalten mit Elektroauto, Mehrfamilienhäusern mit Eigenverbrauch, Gewerbebetrieben mit Tagesverbrauch sowie Anlagen mit Boiler oder anderen steuerbaren Verbrauchern. In all diesen Fällen kann ein Teil des Solarstroms direkt genutzt werden, anstatt unnötig begrenzt zu werden.


Batteriespeicher, Wärmepumpe und Elektroauto sinnvoll einbinden

Ein Batteriespeicher kann helfen, überschüssigen Solarstrom aufzunehmen, wenn die Rückliefergrenze erreicht würde. Der gespeicherte Strom steht später zur Verfügung, zum Beispiel am Abend oder in der Nacht. Auch eine Wärmepumpe, ein Boiler oder eine Ladestation für ein Elektroauto können den Eigenverbrauch erhöhen. Wenn diese Verbraucher intelligent eingebunden werden, kann Solarstrom genau dann genutzt werden, wenn er verfügbar ist. Dadurch sinkt die Rücklieferung ins Netz und die 70-Prozent Grenze wird weniger schnell erreicht.


eConnect betrachtet deshalb nicht nur die PV-Module und den Wechselrichter, sondern das gesamte Energiesystem des Gebäudes.


Was eConnect anders macht

Bei eConnect steht eine saubere und zukunftssichere Planung im Vordergrund. Wir prüfen nicht nur, wie gross die PV-Anlage sein kann, sondern auch, wie der Solarstrom im Gebäude bestmöglich genutzt wird. Dazu gehören die Messung der effektiven Rücklieferung am Netzanschlusspunkt, eine intelligente Steuerung statt einer pauschalen Leistungsbegrenzung, die Berücksichtigung von Eigenverbrauch und Verbrauchsprofil, die Einbindung von Batteriespeicher, Wärmepumpe und Elektroauto sowie eine gesetzeskonforme Umsetzung der Rücklieferbegrenzung.


So entsteht eine PV-Anlage, die nicht nur die gesetzlichen Anforderungen erfüllt, sondern auch im Alltag möglichst effizient arbeitet.



Worauf Sie bei einer PV-Offerte achten sollten

Wenn Sie eine Photovoltaikanlage planen, sollten Sie künftig nicht nur auf Preis, Modulleistung und Speichergrösse achten. Fragen Sie auch, wie die 70-Prozent Regelung umgesetzt wird.

  • Wird die Rücklieferung am Netzanschlusspunkt gemessen?

  • Wird ein Smart Meter oder Energiezähler eingesetzt?

  • Wird der Eigenverbrauch berücksichtigt?

  • Wird die Anlage pauschal begrenzt oder intelligent gesteuert?

  • Können Batterie, Wärmepumpe oder Elektroauto eingebunden werden?

  • Ist die Anlage auf zukünftige Erweiterungen vorbereitet?


Diese Punkte haben grossen Einfluss darauf, wie effizient Ihre Anlage langfristig arbeitet.


Fazit: Die 70-Prozent Regelung ist kein Grund gegen Photovoltaik

Die 70-Prozent Regelung klingt auf den ersten Blick nach einer grossen Einschränkung. In der Praxis sind die Auswirkungen jedoch meist überschaubar, weil nur kurze Einspeisespitzen betroffen sind.


Entscheidend ist die technische Umsetzung. Eine pauschale Begrenzung der Wechselrichterleistung kann unnötige Verluste verursachen. Eine intelligente Steuerung der effektiven Rücklieferung sorgt hingegen dafür, dass der Solarstrom möglichst gut im Gebäude genutzt wird.


Genau darauf setzt eConnect. Mit Smart Metering, durchdachter Planung und intelligenter Steuerung sorgen wir dafür, dass Ihre PV-Anlage gesetzeskonform, effizient und zukunftssicher betrieben wird.


Bereit für eine intelligente Solaranlage?

Wenn Sie eine Photovoltaikanlage planen, lohnt es sich, die 70-Prozent Regelung von Anfang an richtig zu berücksichtigen. eConnect unterstützt Sie bei der Planung, Dimensionierung und Umsetzung einer modernen PV-Anlage mit intelligenter Rückliefersteuerung.



Wir zeigen Ihnen, wie Sie möglichst viel Solarstrom selber nutzen, ob ein Batteriespeicher sinnvoll ist und wie Ihre Anlage optimal auf Ihr Gebäude abgestimmt wird.

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